International Institute for Religious Freedom

Hintergründe der Spaltung der Orthodoxen Kirche – Konstantinopel vs. Moskau

IIRF Reports Vol. 15 – 2026/7: Mit besonderer Berücksichtigung der Orthodoxie in der Ukraine

Mit den westlichen Kirchen haben die orthodoxen Kirchen die ersten sieben Konzile gemeinsam, von denen das letzte 787 in Nikaia/Nizäa, heute Iznik, in der Nähe des heutigen Istanbul stattfand („Nizäa II“). Danach kam es zu einer zunehmenden Entfremdung, die 1054 in der gegenseitigen Verbannung des Oberhauptes der jeweils anderen Kirche gipfelte – das Schisma zwischen Ost- und Westkirche. Aus diesem Anlass hatten die Oberhäupter der orthodoxen Kirchen letztmalig einen gemeinsamen Beschluss gefasst – also vor fast 1000 Jahren.

1965 hob Papst Paul VI. am Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils die Verurteilung des Ökumenischen Patriarchen auf. Seitdem gilt das Schisma von 1054 im Prinzip als beendet, auch wenn die meisten orthodoxen Kirchen die Katholische Kirche nicht als „Kirche“ anerkennen – die protestantischen Kirchen sowieso nicht.

Der am 25. Januar 2025 verstorbene Erzbischof Anastasios (Yannoulatos), Oberhaupt der Autokephalen Albanisch-Orthodoxen Kirche und mein väterlicher Freund warnte am 27.11.2019:

„Die ethno-rassische Fragmentierung (in Griechen, in Slawen, und in die, die harmonische Beziehungen mit allen wollen) zerstört den multinationalen, multikulturellen und ökumenischen Charakter der Orthodoxie.“

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